(Oktober 2014)

Hoengener Eltern zu Besuch in der OGS

Am Freitag vor den Herbstferien waren Kinder und Eltern der OGS-Hoengen zum Erntedankfest in die Schule eingeladen. Über die große Resonanz bei den Eltern, hat sich das Team der OGS sehr gefreut.

Die Kinder hatten ihre OGS mit den Farben des Herbstes festlich herausgeputzt. Ein riesiger Topf voll Kürbissuppe wartete darauf, von den Gästen verspeist zu werden.

Zur Freude der OGS-Kinder kamen die Eltern zahlreich. Sie nutzen die Gelegenheit sich im Offenen Ganztag umzusehen, mit den Kindern zu spielen und untereinander ins Gespräch zu kommen.

Einige Kinder waren besonders aufgeregt, denn sie hatten sich gemeinsam mit Frau Dümont überlegt, zu diesem besonderen Anlass ein Theaterstück vorzuführen.  Auf Wunsch von Herrn Heller, dem Leiter des Offenen Angebotes, wurde dessen Lieblingsstück „Der Kartoffelkönig“  auf die „Bühne“ oder besser auf den Schulhof gebracht.

Die Schauspielerinnen und Schauspieler waren mit viel Spaß und gut gelernten Texten bei der Sache und wurden für ihre schöne Aufführung mit viel Applaus belohnt.

Für alle die, die die Geschichte noch einmal nachlesen wollen:

                                                                                                                                                       Text/Bilder: S.Crampen

 

Die Geschichte vom Kartoffelkönig

 

Es war einmal eine große Kiste Kartoffeln. Die stand den Winter über im Keller der Großmutter im alten Haus. Ich kann euch sagen, prachtvolle Kartoffeln waren darin, eine noch dicker als die andere!

Eines Tages aber, da rief es aus der Kartoffelkiste: "Ich will nicht geschält werden! Ich will nicht gekocht werden! Und gegessen werden will ich schon gar nicht! Denn:

Ich bin der große Kartoffelkönig!"

Und das ist auch wahr gewesen! Denn mitten in der Kartoffelkiste lag der Kartoffelkönig. Der war so groß wie zwölf andere große Kartoffeln zusammen.

Gerade als der Kartoffelkönig das gesagt hatte, kam die Großmutter mit der Brille in den Keller. Denn sie wollte ein Körbchen Kartoffeln holen. Die wollte sie schälen und zu Mittag kochen. Auch den Kartoffelkönig legte sie in ihr Körbchen und sagte: "Oh, das ist aber eine dicke Kartoffel!"

Als die Großmutter dann mit dem Körbchen aus dem Keller kam und über den Hof ging, da sprang der Kartoffelkönig, hops, aus dem Körbchen.

 

Vers des Kartoffelkönigs:

Rumpel di pumpel und boller di bum,

so rollt der Kartoffelkönig herum!

Rumpel di pumpel und boller di behn,

Kartoffelkönig bleibt jetzt steh`n!

Schaut stolz im ganzen Land umher.

Ja, König sein, gefällt ihm sehr!!!

 

Und der große Kartoffelkönig rollte so geschwind durch den Hof davon, dass die Großmutter ihn nicht einholen konnte. "Ach", sagte sie, "ich will die dicke Kartoffel nur laufen lassen. Vielleicht finden sie ein paar hungrige Kaninchen und essen sich daran satt.

 Der Kartoffelkönig aber rollte immer weiter. - _ -

Zuerst begegnete ihm der Igel Stachelfell. Der sagte: "Halt, dicke Kartoffel, warte ein Weilchen! Ich will dich zum Frühstück essen." "Nein!", sagte der Kartoffelkönig. "Großmutter mit der Brille hat mich nicht gefangen. Und du, Igel Stachelfell, kriegst mich auch nicht!"

 Und 1, 2, 3 rollte der Kartoffelkönig weiter, bis in den Wald hinein. - _ -

Dort begegnete ihm das Wildschwein Grunznickel: "Halt, prachtvolle dicke Kartoffel!", rief es. "Warte ein Weilchen! Ich will dich geschwind essen. " Nein!", sagte der Kartoffelkönig. "Großmutter mit der Brille hat mich nicht gefangen. Igel Stachelfell, hat mich nicht gefangen! Und du, Wildschwein Grunznickel, kriegst mich auch nicht!"

Und 1, 2, 3 rollte der Kartoffelkönig weiter durch den Wald. - _ -

 

Da begegnete ihm der Hase Langohr.

"Halt, du schöne, dicke Kartoffel! Warte ein Weilchen! Ich will dich aufessen." Nein!", sagte der Kartoffelkönig. "Großmutter mit der Brille hat mich nicht gefangen. Igel Stachelfell, hat mich nicht gefangen. Wildschwein Grunznickel hat mich nicht gefangen. Und du, Hase Langohr, kriegst mich auch nicht!"

Und 1, 2, 3 rollte der Kartoffelkönig weiter durch den Wald. - _ -

Da begegnete ihm die Hexe Tannenmütterchen.

Sie sagte: "Halt, warte ein Weilchen! Ich will dich aufessen."  Nein!", sagte der Kartoffelkönig. "Großmutter mit der Brille hat mich nicht gefangen. Igel Stachelfell, hat mich nicht gefangen. Und du, Wildschwein Grunznickel, hast mich nicht gefangen. Hase Langohr hat mich nicht gefangen. Und du, Hexe Tannenmütterchen, kriegst mich auch nicht!"

Und 1, 2, 3 rollte der Kartoffelkönig weiter. - _ -

 Da begegneten ihm zwei Kinder. Die hatten großen Hunger und sagten: Ach, was läuft denn da für eine dicke Kartoffel! Wenn wir die zu Hause hätten, könnte Mutter sie für uns kochen!" Als der Kartoffelkönig das hörte, da rollte er nicht mehr weiter. Hops, sprang er schnell den Kindern ins Körbchen.

 So gingen die Kinder nach Haus und aßen sich am großen, dicken Kartoffelkönig satt: des Mittags zu Haus und das Märchen ist aus!

 

Gefunden auf:  http://www.kita-bildungsserver.de/downloads/download-starten/?did=686, 5.11.2014