10. Juni 2014

Ferienakademie-Kinder besuchen die Alsdorfer Kläranlage

Beinahe wäre der Besuch der Ferienakademie Kinder  in der Alsdorfer Kläranlage sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Der Dauerregen der letzten Tage hatte nicht nur die Gerätehalle auf dem Gelände überschwemmt, sondern auch für ordentlich Druck auf alle Leitungen gesorgt.

 

Die Ferienakademie-Kinder aus den Grundschulen Annapark und Hoengen waren mit Gummistiefeln und Regenjacken  jedenfalls für alle Wetter gerüstet. Den Weg von der Schule im Annapark zur Kläranlage haben sie zu Fuß bewältigt. Da hat es sich die Sonne nicht nehmen lassen, endlich mal hinter den Wolken hervor zu blinzeln und für Waschküchenatmosphäre zu sorgen.

Ob nun Regenwasser von außen oder Schwitzwasser von innen, bei einer Ferienakademie zum Thema „Wasser“  muss man eben rundum wasserfest sein.

An der Kläranlage wurde die 30 Ferienakademiekinder und ihre Betreue-rinnen von einem Mitarbeiter in Empfang genommen, der sich viel Zeit nahm, ihnen die einzelnen Stationen der Kläranlage – von Geröllfang, Sandfang und Vorklärung  über die verschiedenen Klärbecken bis hin zu Nachklärbecken und Schlammentwässerung ganz  genau zu erklären.  Nicht nur am Wasser selbst sondern auch am Geruch in der Luft merkte man, dass das Wasser von Station zu Station immer sauberer und  damit auch geruchsärmer  wurde.

 

Die Kinder überzeugten sich mit eigenen Augen davon, dass am Ende  von der trüben, ziemlich stinkenden Brühe tatsächlich nur noch glasklares Wasser übrig bleibt, das bedenkenlos in den nahen Broichbach eingeleitet werden kann. Schlacken und Schlämme werden in einer riesigen Presse vom Wasser befreit und können dann entsorgt werden.

Dass man in einer Kläranlage auch mal mit Wasser spielen darf, ist eine seltene Ausnahme. Der Druck vom Regenwasser auf die Leitungen ist nämlich an diesem Tag zu groß. Da muss ab und zu ein bisschen Wasser abgelassen werden, das -zum Ent-zücken der Kinder - für eine zünftige Spritzparty verwendet werden darf.

 

 

 

 

Da haben sich die  Gummistiefel und Regenjacken also doch noch gelohnt!

 

 

 

 

 

 

Text/Bilder: S.Crampen